Blasenentzündung / „Verkühlung“ – begleitet von häufigem Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen und übelriechendem Urin.
Ursachen: anatomische Besonderheiten, Unterkühlung (besonders der Füße und des Beckens), seelische Anspannung, vorausgegangene Erkältungen oder Darminfektionen.
Konstitutionell neigen besonders Menschen dazu, deren Wärmehaushalt instabil ist (sie haben oft kalte Hände und Füße, frieren aber trotzdem nicht, selbst wenn sie auskühlen). Nicht selten finden sich darunter Menschen mit häufigen Infekten der oberen Atemwege und HNO-Komplikationen. Eine gestörte Darmflora, häufiger Zuckerkonsum und zu geringe Flüssigkeitszufuhr begünstigen ebenfalls Harnwegsinfektionen.
INTERESSANT! Aus einer anderen Perspektive betrachtet: Der „Wärmeorganismus“ des Menschen (als Träger des seelisch-geistigen Lebens) durchdringt den unteren Körperbereich nicht ausreichend. Die akute Entzündung kann deshalb als Versuch verstanden werden, diese Schwäche zu überwinden. Ziel natürlicher Behandlungsmethoden ist es, Organschäden zu vermeiden und gleichzeitig eine stabile und ausgeglichene Funktion des Organismus zu fördern.
GUT ZU WISSEN: Bakterien wie E. coli gehören bei gesunden Kindern und Erwachsenen natürlicherweise zur Darmflora. In den Harnwegen haben sie jedoch nichts zu suchen. Dass diese Bakterien nicht in großer Zahl in die unteren Harnwege gelangen und von dort bis zu den Nieren aufsteigen, wird normalerweise durch das Immunsystem sowie durch die anatomische und funktionelle Ordnung des Organismus verhindert. Sind diese Schutzkräfte blockiert oder geschwächt, können fremde Krankheitserreger in Bereiche eindringen, in die sie eigentlich nicht gehören.
Die Behandlung kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen
Die pH-PENDULUM method™ ist eine innovative, bewährte und sichere Methode, die dem natürlichen Rhythmus des Körpers folgt.
Der mit den Harnorganen verbundene Wärmeorganismus kann durch wärmende äußere Anwendungen (Fußbäder, Wickel) angeregt werden. Auch ausreichend warme Kleidung und warme Ernährung sind wichtig. Als Arzneimittel kann Phosphor in potenzierter Form eingesetzt werden.
Die Funktion des Immunsystems gegen fehlplatzierte Bakterien kann mit pflanzlichen Mitteln (Thuja, Dulcamara, Juniperus), Mercurius vivus oder mit dem passenden „Nebukadnezar“-Präparat des jeweiligen Bakteriums gestärkt werden.
Die Verminderung der seelischen Empfindlichkeit und der Schmerzempfindung kann durch homöopathische tierische Präparate (Cantharis, Apis, Lachesis) unterstützt werden. Ebenso wichtig ist jedoch die Harmonisierung und Stärkung der seelischen Kräfte des Organismus. So ungewöhnlich es klingen mag: Dazu gehört auch die Lösung familiärer Konflikte sowie ein gesunder Umgang mit Nervosität und übermäßigen intellektuellen Reizen.
Die Anregung der organbildenden Kräfte (Argentum, Equisetum, Solidago, Vesica urinaria …)
Wenn die Behandlung auf diese Weise aufgebaut wird, unterstützt, lenkt und stimuliert sie zunächst die Selbstheilungskräfte des Patienten.
Behandlung unkomplizierter Infektionen
Ein vorgewärmtes Tuch mit Eukalyptusöl auf der Blasengegend entspannt verspannte und gereizte Muskulatur, lindert Schmerzen, aktiviert das lokale Immunsystem und wärmt.
Zubereitung: Einen Tropfen konzentriertes ätherisches Öl mit neun Tropfen Oliven- oder Sonnenblumenöl verdünnen und die Mischung auf ein Baumwolltuch träufeln.
Während akuter Infektionen empfiehlt es sich, dass Kinder täglich etwa 1 Liter und Erwachsene etwa 2 Liter warmen Tee trinken.
Welche Heilpflanzen kommen außerdem infrage?
- Bärentraubenblätter, Heidelbeerblätter, Heidelbeeren, Vogelknöterich, wildes Stiefmütterchenkraut, Portulak, Birkenblätter, Gundermann, Kamillenblüten, Hauhechelwurzel, Mistel, Queckenwurzel, Schafgarbenkraut und Süßholzwurzel.
- Der Aktimuntee eignet sich besonders gut zur Behandlung solcher Infektionen.
- Natürlich kommen in akuten Fällen auch süßer Grapefruitkernextrakt, Echinacea und Katzenkralle infrage.
- Ebenso können pflanzliche Kombinationspräparate verwendet werden.
Auch Kamillen-Sitzbäder sind hilfreich, da sie neben ihrer schmerzlindernden Wirkung auch entzündungshemmend wirken.
ACHTUNG! Die Pflege des Wärmehaushalts darf nicht vergessen werden: Schwimmbäder meiden, warme Socken und Schuhe tragen, wärmende Fußbäder mit steigender Temperatur anwenden sowie warme Speisen und Getränke zu sich nehmen. Sehr wirksam sind warme Fußbäder mit Ingwerpulver oder Senfmehl. Bei chronischen Fällen findet sich häufig eine Blockade im unteren Bereich der Wirbelsäule (10.–12. Brustwirbel). In solchen Fällen können Manualmedizin, Osteopathie und Chiropraktik helfen.
Zusätzlich zu den oben genannten potenzierten Mitteln kommen häufig auch homöopathische Eigenblutbehandlungen, Sarsaparilla, Lycopodium, Chimophilia, Capsicum, Pareira brava, Acidum nitricum, Acidum phosphoricum, Acidum formicicum, Hepar sulfuris und Terebinthina infrage.
EXTRA-TIPP: Teekur mit wechselnden Tees
Bakterien und Viren sind auf einen relativ engen pH-Bereich spezialisiert. Wenn sich der pH-Wert um 1–2 Einheiten verändert oder schwankt, können sie dies oft nicht tolerieren: ihre Vermehrung stoppt und die Krankheitserreger sterben unter Umständen ab.
Bereiten Sie zwei Thermoskannen mit zwei verschiedenen warmen Tees vor. Einer sollte alkalisch sein (Schachtelhalm, Brennnessel usw.), der andere sauer (Grüntee, gerbstoffreicher Schwarztee usw.). Zuerst die Blase entleeren und anschließend 300–400 ml Tee aus der einen Thermoskanne trinken. Nach etwa einer halben Stunde erreicht die Flüssigkeit die Blase und schafft dort ein alkalisches oder saures Milieu. Sobald die Blase gefüllt ist, wird sie entleert und anschließend 300–400 ml Tee aus der anderen Thermoskanne getrunken. Etwa 15–20 Minuten später sollte die Blase erneut entleert werden, damit sich die Wirkungen der beiden Tees möglichst wenig vermischen. Nach weiteren 15–30 Minuten entsteht in der Blase der entgegengesetzte pH-Wert (die Schwankung kann 4–5 pH-Einheiten erreichen). Wem das zu kompliziert erscheint, der kann die Tees einfach drei- bis viermal täglich abwechseln.
GUT ZU WISSEN!
Oft lassen sich im Urin weder Krankheitserreger noch nennenswerte Mengen weißer Blutkörperchen nachweisen. In solchen Fällen stehen hinter häufigem Harndrang oder schmerzhaftem Wasserlassen (Pollakisurie) häufig seelische Belastungen wie Anspannung, Überforderung, Unfälle oder Schockerlebnisse. Zur Unterstützung kommen Entspannungsverfahren, Akupunktur, Akupressur, bestimmte Massageformen, Kinesiologie und Psychotherapie infrage.